Was genau ist ein Treppenlift?

Spricht man von einem Treppenlift, auch als „Treppenschrägaufzug“ oder „Treppenlifter“ bezeichnet, so ist zumeist der klassische Sitzlift gemeint, auf welchen wir uns auch konzentrieren wollen. Hier wird der Nutzer sitzend auf einer Fahreinheit mit bequemem Sitz mit Armlehne eine Treppe im Innen- oder Außenbereich entlang eines Schienensystem hinauf oder hinunter gefahren. Auf dem Treppenlift sitzend lässt sicher dieser mit einer einfachen Steuerung auf der Armlehne bedienen. Ergänzend können Sie sich den Treppenlift auch per Fernbedienung heranholen, falls er in einer anderen Etage geparkt sein sollte.

Treppenlift

Wie ist der Treppenlift aufgebaut?

Während Sie auf einem bequemen Sitz platznehmen, den Sicherheitsgurt anlegen und mit Hilfe der einfachen Bedienung den Treppenlift bewegen, wirken vielen wichtige Einzelteile intelligent zusammen, um Sie sicher und zuverlässig die Stufen überwinden zu lassen. Das ist wiedergewonnene Selbstständigkeit dank folgender ausgeklügelter Funktionen.

 

Diese Bestandteile sind für Sie wichtig

• Schienensystem
• Sitz
• Steuerung und Fernbedienung
• Sicherheitsgurt
• Armlehnen
• Fußbrett
• Antrieb/Motor und Akku
• Zusätzliche Sicherheitstechnik

Infografik Funktionen des Treppenlift

Welche Schienensysteme für Treppenlifte gibt es?

Je nach Treppenverlauf stehen verschiedene Schienensysteme mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Wahl, die je nach Nutzer-Anforderungen und vor allem baulichen Voraussetzungen zum Einsatz kommen. Lift und Schienen werden individuell auf die Treppensituation und die Bedürfnisse des Nutzers angepasst, installiert und auf Wunsch regelmäßig gewartet.

 

Ein- oder Zweirohrsystem für Kurventreppen

Bei Kurventreppen stehen die zwei Schienentypen Einrohr- oder Zweirohrsystem zur Auswahl. Grundsätzlich sind die beiden Systeme für alle Treppenformen geeignet. Die Montage des Schienensystems beim Kunden erfolgt durch Verschraubung der Stützen mit der Treppe oder durch Befestigungen an der Wand. Der weitaus überwiegende Anteil der in Deutschland montierten Treppenlifte entfällt auf den Bereich der individuell maßgefertigten Kurventreppenlift als Einrohr- oder Zweirohrsystem. Auf die Unterschiede zwischen einem maßgefertigten und modularen Schienensystem gehen wir im nächsten Abschnitt ein.  

 

Maßanfertigung oder modulares Schienensystem

Die individuelle Maßanfertigung der Schiene ist der Standard, auf den die meisten Anbieter als auch die Nutzer sich verlassen. Jede Treppe ist anders: Da sind die Steigung, die Stufentiefe und Höhe als auch die Kurven des Treppenhauses zu berücksichtigen. All das lässt eine Maßanfertigung als sinnvolle und sichere Lösung erscheinen. Die Stahlrohre werden dabei auf Biegemaschinen passgenau zum Treppenverlauf gebogen und mit robustem Pulverlack in der jeweiligen Wunschfarbe beschichtet. Im Treppenhaus werden die wenigen einzelnen längeren Schienenteilstücken zu einer Gesamtschiene zusammengesteckt und mit Hilfe von Stützen fest mit der Treppe oder Wand verschraubt. 

Seit einigen Jahren gibt es auch Schienen als flexibles Modularsystem. Die Schiene wird aus vielen vorgefertigten Standard-Einzelstücken beim Kunden zusammengesetzt. So werden sogar Kurven geformt und fast jedwede Steigung bedient. Die Schiene muss in diesem Fall nicht individuell und zeitaufwendig angefertigt werden. Das spart sehr viel Zeit bis zum Einbau, da die Schienenstücke bereits vorhanden sind und nicht maßgefertigt werden müssen. Je nach Dringlichkeit der persönlichen Lage ist dies ein wichtiges Argument.

Natürlich gibt es auch Nachteile, die in Betracht gezogen werden sollten. Zunächst ist das Angebot von Modularsystemen am deutschen Markt geringer sprich Sie haben mit weniger Modell-Auswahl zu rechnen. Zudem sind die Kosten für die Anschaffung nicht unbedingt günstiger. Ein genauer Vergleich lohnt sich da. Ein wesentlicher Nachteil sind die vielen Standfüße und Verankerungen, die auf den Treppenstufen angebracht werden müssen. Durch die vielen kurzen Schieneneinzelstücke braucht die Schiene natürlich zusätzliche Stabilität durch mehr „Standbeine“ auf der Treppe. Das stört viele alleine von der Optik her. Zudem wird die Fahrt auf einer Modularschiene von vielen Nutzern als weniger ruhig empfunden. Die vielen „Schnittstellen“ zwischen den Einzelelementen kommen hier je nach Ausführung der Montage zum Tragen.

Fragen Sie nach der Möglichkeit einer unverbindlichen Probefahrt auf einem bereits installierten Treppenlift mit einer Modular-Schiene, um ganz sicher zu gehen, dass dies für Sie die richtige Lösung sein könnte.

 

Aluminium-Profil für gerade Treppen

Bei geraden Treppen werden sogenannte Strangpressprofile aus Aluminium als Schienensystem verwendet. Dieses wirkt sehr dezent, modern und ist zudem einfach zu pflegen. Die Montage erfolgt auch hier per Stütze auf der Treppe oder an der Wand.

Übersicht über Schienensysteme für Treppenlifte

Kurventreppenlift mit Einrohr-Schienensystem als Außenläufer

Einrohrsystem
für Kurventreppen

Kurventreppenlift mit Zweirohr-Schienensystem als Außenläufer

Zweirohrsystem
für Kurventreppen

Gerader Treppenlift mit Aluminium-Schiene

Aluminium-Schienensystem
für gerade Treppen

Einrohrsystem für Kurventreppen

Bei einem Einrohrsystem sitzt die Fahreinheit mit Sitz nur auf einer Einzel-Schiene. In der Höhe braucht diese Schiene relativ wenig Platz, da sie eng am Boden bzw. an den Treppenstufen entlangläuft. Nahezu immer ist das Einschienensystem direkt auf den Stufen fest verankert. Das sorgt für die extra Stabilität des Treppenlifts. Denn diese Schiene ist nicht nur für die Führung und den Antrieb des Sitzliftes zuständig, sondern trägt alleine zudem das Gewicht des Nutzers und der Fahreinheit. Daher ist sie im Rohr-Durchmesser auch merklich dicker und benötigt bzgl. der Treppenbreite meist mehr Raum als die Alternative, das Zweischienensystem. Speziell sehr steile enge Treppenverläufe können mithilfe dieses Systems wieder sicher bewältigt werden. Auch ist es gar nicht so selten, dass sich direkt am Treppenanfang eine Tür oder ein Durchgang befindet, der einen herkömmliche Schiene verhindert, wenn man Tür oder Durchgang nutzen möchte. Je nach Treppenlift-Anbieter und Treppenlift-Modell gibt es extrem anpassungsfähige und flexible Schienensysteme, die einen sogenannten Steilstart vor oder auf der ersten Treppenstufe erlauben. Somit verkürzt sich der Platzbedarf an Anfang und Ende der Treppe auf ein absolutes Minimum. Konkret: Ein Start vor der ersten Stufe benötigt in dem Falle nur 12 cm Platz und einen Start auf der 1. Stufe reduziert den Bedarf sogar auf Null.

Treppenlift Einrohr-Schienensystem mit Start von der ersten Stufe

Einrohrsystem in Weiß mit einem Start auf der ersten Treppenstufe. Der Ein- und Ausstieg erfolgt vom Flur aus.

Zweirohrsystem für Kurventreppen

Das Zweirohrsystem verfügt über zwei parallel übereinander angebrachte Schienenstränge, die die Fahreinheit entlang der Treppe führen. Hier herrscht Arbeitsteilung: Eine Schiene dient der Führung und eine Schiene dem Antrieb. Zusammen tragen sie das Gesamtgewicht von Treppenlift und Nutzer. Da die Schienen aufgrund ihres geringeren Durchmessers mit weniger Abstand zu Wand oder Geländer angebracht werden, bleibt etwas mehr Platz für die Treppenbreite. Das Zweischienensystem zeichnet sich durch eine ausgesprochene Robustheit und hohe Tragkraft aus. Eine Doppelschiene gilt als besonders laufruhig und vermittelt dem Nutzer ein angenehmes Sicherheitsgefühl. Häufig ist dies die Lösung für kurvige Treppen.

Zweirohr-Schienensystem

Zweirohrsystem in Weiß als Außenläufer

Schienenfarben

Das Schienensystem ist neben dem Sitz doch ein sehr markantes Element des Treppenlifts, das auch schnell ins Auge fällt. Daher geben sich die Hersteller viel Mühe, den Kunden in Form und auch Farbe eine möglichst harmonische Lösung zu bieten.
Die Treppenlift-Anbieter unterscheiden häufig zwischen 1-2 Standardfarben ohne Aufpreis und Sonderwünschen, die entsprechend mit einem Kostenaufschlag versehen sind.
Die Standard-Farben bewegen sich meist im dezent-klassischen Bereich und orientieren sich an neutralen Wand- oder Treppenfarben. Sie haben häufig die Wahl zwischen Hellgrau, Beige oder Weiß. Schwarz und Braun sind je nach Modell häufig standardmäßig ebenfalls in der Auswahl.
Doch vielleicht möchten Sie genau den Farbton Ihres Treppengeländers treffen? Oder die Schienen auf einer hellen Holztreppe optisch fast verschwinden lassen? Dann fragen Sie nach der Möglichkeit, einen individuellen RAL-Farbton wählen zu können. RAL bezeichnet eine Farbsammlung von 213 Lacktönen. Da wird Ihrer gewiss dabei sein. Allerdings müssen Sie in diesem Fall mit einem Aufpreis rechnen.

Einrohr-Schienensystem in Braun als Außenläufer

Einrohrsystem in Braun als Außenläufer

Wohin mit der Schiene: innen oder außen?

Bei Treppenliften bzw. den dazugehörigen Schienen unterscheidet man grundsätzlich in die sogenannten Innenläufer und Außenläufer. Was hat es damit auf sich?

Treppenlifte können sowohl auf der Geländerseite montiert werden, dann sind sie sogenannter Innenläufer oder aber gegenüber auf der Wandseite der Treppe, dann sind es Außenläufer. Welche Variante es sein soll, dass entscheidet in erster Linie die bauliche Gegebenheit oder auch der Wunsch des zukünftigen Nutzers.
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Worin unterscheiden sich Innen- und Außenläufer?

Der Außenläufer transportiert den Nutzer an der breiten Seite der Treppe (bei einer Kurventreppe) an der Wand entlang nach oben oder unten. Die ist im Vergleich zum Innenläufer zwar der „weitere“ Weg, aber dadurch verläuft die Schiene in Teilen etwas flacher, sie hat eine weniger steile Steigung zu bewältigen. Auch ist das persönliche Gefühl während der Fahrt für den Nutzer besonders angenehm. Die Wand im Rücken oder an der Seite suggeriert ein solides sicheres Gefühl. Auch optisch favorisieren viele Kunden den Außenläufer. Aber: der Schienenstrang ist länger, dadurch könnte der Treppenlift etwas teurer werden. Zudem ist der Wunsch hier oft zweitrangig, da die örtlichen Gegebenheiten einen Außenläufer aus Platzmangel oftmals nicht zulassen oder weniger günstig für den sonstigen Gebrauch der Treppe sind.

Der Innenläufer ist die platzsparende kompakte Variante. Sie folgt dem inneren Geländer bzw. führt entlang dem zentralen Stützpfeiler der Treppe. Der Treppenlift schwebt bei einer Kurventreppe quasi über den schmalen Seiten der Stufen. Das bedingt den manchmal recht steilen Anstieg. Das schafft der Treppenlift mühelos, ist aber für manchen Nutzer zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Der Innenläufer benötigt weniger Schienenmaterial und weniger Platz im Raum. Zudem ist der Innenläufer immer die erste Wahl bei Mehretagenanlangen, da so der Schienenverlauf nicht unterbrochen werden muss für Türen oder Durchgänge.

Einrohr-Schienensystem als Innenläufer in Weiß

Einrohrsystem in Weiß als Innenläufer

Zweirohr-Schienensystem als Außenläufer in Weiß

Zweirohrsystem in Weiß als Außenläufer

Wie breit muss meine Treppe sein?

Die zentrale Voraussetzung für die Machbarkeit eines Treppenlifts ist immer die Treppenbreite, also der Platzbedarf auf der Treppe. 65 cm sollte sie haben, dann ist ein Treppenlift-Einbau kein Problem. Die meisten Treppen, nämlich über 90 %, verfügen über diese Mindestbreite. Die Optik täuscht da oft. Messen Sie Ihre Stufen nach. Wird es eng mit den 65 cm, so sollten Sie trotzdem einmal einen Treppenlift-Experten zu Rate ziehen.
Um sicherzustellen, dass der Nutzer bei der Fahrt auf dem Treppenlift nicht mit den Knien und Füßen mit der Wand oder einem Gegenstand zusammenstößt, werden die Sitzmaße des Nutzers mit aufgenommen. Bei einem potentiellen Zusammenstoß – in der Regel nur bei sehr schmalen Treppen – fährt der Sitz in einer rückwärtsgewandten Position die Treppe hoch und runter. Normalerweise sitzt der Nutzer quer zur Fahrtrichtung auf dem Sitz. 

In einem Mehrfamilienhaus muss für Fluchtwege eine Resttreppenbreite von 80 cm bleiben, weshalb die Gesamttreppenbreite für die Installation eines Treppenlifts mindestens 100 cm beträgt.

Muss mein Treppenhaus umgebaut werden?

Nein, Ihr Treppenhaus muss nicht umgebaut werden, denn der Treppenlift wird so gefertigt, dass er sich an Ihre baulichen Gegebenheiten anpasst. Die Schienen werden je nach Treppensituation am inneren oder äußeren Treppenrand direkt auf den Stufen oder an der Wand angebracht.

Sitz

Die Form und Farbe des Sitzes bestimmen den Charakter des Treppenlifts und wie gut er sich in die jeweilige Wohnsituation einfügt. Entscheidend sollte aber auch eine für Sie bequeme Form des Sitzes sein, mit der Sie sich sicher und wohlfühlen. Und auch bei der Wahl des Materials des Sitzpolsters sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen. Bequeme Polster aus strapazierfähigem Kunstleder erleichtern die Pflege und Reinigung. Eine platzsparende Klappfunktion des Sitzes haben heutzutage alle modernen Treppenlifte. Somit verbleibt viel Platz auf der Treppe.

Jeder Treppenlift hat einen Drehsitz, der es dem Nutzer ermöglicht, sicher und bequem den Sitz in die Position zu bewegen, die ihr oder ihm für den Ein- oder Ausstieg am komfortabelsten ist. Manuell würden Sie meist über einen Hand-Hebel die Drehsperre des Sitzes entriegeln und anschließend den Sitz in Richtung Ausstiegsposition drehen. Die Drehsperre rastet in der Ausstiegsposition automatisch hör- und spürbar ein und ermöglicht somit einen stabilen sicheren Ausstieg. Sie können bei vielen Modellen dieses Funktionsmerkmal auch als automatischen Drehsitz wählen. Bei einer Automatik würde sich der Sitz beim Ein- oder Ausstieg automatisch drehen. Ein automatischer Drehsitz ist eine optionale Funktion. Daher müssen Sie mit einem Aufpreis rechnen.

Funktion eines manuellen Drehsitzes eines Treppenliftes mit Klappfunktion

Manueller Treppenlift-Drehsitz wird durch Ziehen des Hebelsentriegelt.

Der Nutzer zieht den Hand-Hebel nach oben. Die Drehsperre des Sitzes entriegelt. Der Sitz kann nun gedreht werden.

Der Nutzer dreht den Sitz mit Hilfe eines Fußes

Der Sitz wird in Richtung Ausstiegsposition gedreht. Die Drehfunktion ist sehr leichtgängig.

Die Drehsperre des Sitzes rastet ein. Der Nutzer kann sicher und stabil ein- und aussteigen

Die Drehsperre des Sitzes rastet wieder ein. Der Nutzer kann sicher und stabil aus- bzw. einsteigen.

Der Treppenlift kann schmal und kompakt zusammengeklappt werden.

Dank praktischer Klappfunktion haben Sie mehr Platz. wenn der Lift nicht benutzt wird.

Steuerung

Auf dem Treppenlift sitzend lässt sicher dieser mit einer einfachen Einhandsteuerung bedienen. Die Steuerung befindet sich vorne an der Armlehne und kann die Form eines Joysticks, Kippschalter, Hebel oder Knopfes haben, je nach Hersteller und Modell. Sie können zudem wählen, ob die Steuerung für Sie auf der linken oder auf der rechten Armlehne angebracht wird. Der Treppenlift bewegt sich aufwärts oder abwärts, solange Sie den Bedienhebel betätigen. Er stoppt, sobald Sie loslassen.

Ergänzend zur Steuerung direkt am Sitz gibt es eine Fernbedienung. Damit können Sie den Treppenlift heranholen, falls er noch in der anderen Etage geparkt sein sollte. Auch Angehörige können so den Lift bedienen.

Treppenlift Steuerung per Joystick

Steuerung per Joystick

Treppenlift-Steuerung per Knopf

Steuerung per Knopf

Treppenlift-Steuerung per Kippschalter

Steuerung per Kippschalter

Steuerung per Fernbedienung

Steuerung per Fernbedienung

Sicherheitsgurt

Als selbstverständlich hingenommen und oft vernachlässigt: Der Sicherheitsgurt ist nicht zur Zierde da, sondern sollte auch stets angelegt werden. Das gibt zusätzliche „Reisesicherheit“ während der Fahrt nach oben oder unten. Die Sicherheitsgurte bei Treppenliften variieren je nach Treppenlift-Modell. Der 3-Punkt-Gurt bzw. 5-Punkt-Gurt hat drei bzw. fünf Verankerungspunkte, sodass der Nutzer an Schultern und Hüfte (den stabilsten Stellen am Körper) gehalten wird. Die häufigste Form des Sicherheitsgurtes bei Treppenliften ist der 2-Punkt-Gurt oder Beckengurt (siehe Bild). Dieser lässt sich einfach bedienen und kann je nach Bedarf für Links- oder Rechtshänder gut greifbar wahlweise auf der linken oder rechten Körperseite des Bedienenden befestigbar werden.

Beckensicherheitsgurt

Armlehnen

Auf diese Armlehnen können Sie sich tatsächlich mit Ihrem gesamten Körpergewicht „lehnen“. Sie sind robust und dafür gedacht, dass Sie sich beim Hinsetzen und Aufstehen auch mit Ihrem Gewicht dort abstützen. Oft sind die Armlehnen klappbar, um bei Bedarf besser ein- oder aussteigen zu können. Während der Fahrt geben die Armlehnen zudem Sicherheit und Halt.

Fußbrett

Bei einer Treppenliftfahrt ist das Fußbrett ein Bestandteil, der besondere Sicherheit und Stabilität vermittelt, wenn Sie während der Fahrt die Füße darauf platzieren. Die Frage ist nur, ob Sie dies manuell per Handhebel erledigen möchten oder ob Sie auf mehr Komfort setzen und auch hier ein automatisches Fußbrett per Knopfdruck bevorzugen.

Gut zu wissen: Es gibt bei einigen Treppenlift eine sogenannte Ein-Hand-Klappfunktion. In diesem Falle klappen sich mit dem Hochlappen des Sitzes nach Beendigung der Fahrt auch gleichzeitig das Fußbrett platzsparend hoch. So machen sie einfach Raum für die ungehinderte Nutzung der Treppe.

Nutzerin ruft Treppenlift per Fernbedienung zu sich

Die Nutzerin ruft den Treppenlift aus seiner Parkposition per Fernbedienung zu sich.

Nutzerin klappt den Treppenlift aus. Das Fußbrett klappt automatisch mit auf.

Die Nutzerin klappt Armlehnen und Sitzfläche nach unten. Das Fußbrett klappt automatisch nach unten.

Der Treppenlift ist fahrbereit.

Der Treppenlift ist fahrbereit.

Zusätzliche Sicherheitstechnik

Der Treppenlift soll dem Nutzer immer maximale Sicherheit bieten. Dazu spielen verschiedene weitere Elemente eine Rolle, die den Sicherheitsgurt noch ergänzen. So haben manche Treppenlifts am Fußbrett einen Sensor, der den Lift zum Stoppen bringt, falls sich ein Gegenstand auf der Treppe befindet und die Fahrt blockieren würde.
Manche Sitze haben einen Gewichtssensor, der wahrnimmt, falls der Nutzer nicht richtig sitzt. Dann verhindert auch hier dieser Sensor die Fahrt. Zudem lässt des Sitz erst ab einem bestimmten Gewicht die Fahrt zu, was eine unbeaufsichtigte Nutzung beispielsweise durch Kinder verhindert.
Ein eingebautes Schloss, mit dem der Treppenlift abgeschlossen werden kann, ist vor allem in öffentlich zugänglichen Hausfluren von Vorteil.

Sicherheitssensoren am Fußbrett erkennen Hindernisse.

Die Sicherheitssensoren rund um das Fußbrett sorgen dafür, dass Hindernisse
auf der Treppe sofort erkannt werden und der Treppenlift automatisch anhält.

Der Treppenlift ist gegen unbefugtes Nutzen per Schlüssel gesichert.

Die Schlüsselfunktion verhindert, dass Unbefugte Ihren Treppenlift benutzen oder Kinder mit dem Treppenlift unbeaufsichtigt spielen.

Welche Tragkraft hat ein Treppenlift?

Die Tragkraft eines Treppenlift hängt vom Zusammenspiel der Konstruktion des Sitzes, Motor und Schienensystem ab. Zudem muss auch bedacht werden, dass Sitzlifte, die über regulären Haushalts-Stromanschluss und einen Wechselstrommotor betrieben werden, ab einem gewissen Gewicht natürliche Grenzen gesetzt sind.
Es ist unerlässlich, sich detailliert von einem Profi beraten zu lassen, welcher Lift und welche Schiene für die eigenen Ansprüche optimal sind. Der Treppenliftberater fragt immer nach der Maximallast, die der Treppenlift zu tragen hat und schaut sich die baulichen Bedingungen vor Ort an. Auf dieser Grundlage kann er schon einen ersten Modellvorschlag machen bzw. eine Auswahl vorlegen.

Es gibt Sitzlifte-Modelle, die allein schon aufgrund ihrer dezenten, zierlichen Form offensichtlich nicht für sehr schwere Nutzer gedacht sind. Solche Treppenlifte liegen oft im Bereich 120/125 kg maximaler Trageleistung.

Die meisten Sitzlifte verfügen über eine maximale Tragfähigkeit von 130 bis 160 kg. Für Menschen mit einem höheren Gewicht sind die Standard-Treppenlifte oft nicht mehr geeignet. Vereinzelt gibt es Sitzlifte mit besonderer Ausstattung, die bis zu 200 kg tragen. Hier müssten Sie mit Zusatzkosten rechnen.

Wie laut ist ein Treppenlift?

Eine Sorge, die viele Treppenlift-Interessenten in einem Beratungsgespräch äußern, ist die bzgl. zu viel Lärm oder Betriebsgeräusche durch den Treppenlift. Die Gedanken an einen erhöhten Geräuschpegel durch den Lift beschäftigt vor allem Personen , die in einem Mehrfamilienhaus leben und wo der Lift evtl. im gemeinsamen Treppenhaus installiert werden soll. Niemand möchte die Mitbewohner stören durch die Fahrt durchs Treppenhaus.

Dazu muss sich heutzutage niemand mehr Gedanken machen. Moderne, technisch ausgefeilte Treppenlifte sind denkbar leise unterwegs: Funktioniert der Lift störungsfrei (Achtung: regelmäßige Wartung ist hier unersetzlich), so kommt sein Fahrgeräusch in etwa dem eines elektrischen Rasierapparates nahe, entspricht demnach ca. 40 Dezibel. Das ist bereits weniger, als eine Unterhaltung zwischen zwei Personen, was in der Regel 50 Dezibel verursacht.

Stromverbrauch: Energie für den Treppenlift

Bevor Sie einen Treppenlift erwerben und installieren lassen, sollten Sie sich auch mit den anhängenden ständigen Betriebskosten vertraut machen. Da fallen einem zunächst nur die Stromkosten ein, denn schließlich funktioniert der Lift über einen Elektromotor.

Diese Kosten sind jedoch sehr gering. Der Betrieb des Treppenlifts wird durch die aufladbaren Batterien, die Akkus, sichergestellt. Die arbeiten mit Gleichstrom. Die Batterien werden durch einen Transformator mit Wechselstrom aufgeladen, wenn der Lift nicht in Aktion ist sprich an einem Ladepunkt steht. Der hierfür benötigte Strom kommt aus einer haushaltsüblichen Steckdose. Sie müssen vor der Installation des Treppenlifts also nur sicherstellen, dass sich am Treppenanfang oder Ende eine in bodennähe platzierte Steckdose befindet. Der Treppenlift-Berater spricht dies bei dem Gespräch auch von sich aus an.

Der Stromverbrauch entspricht bei Nutzung des Treppenlifts in etwa dem einer Glühbirne.

Treppenlift-Antrieb und Akku

Vorwärts geht es nur mit einem Motor. Die Geschwindigkeit des Treppenliftes beträgt ca. 0,12 Meter pro Sekunde. Der Motor des Treppenlifts wird immer per Akkustrom angetrieben. Für die Ladung des Akkus des Treppenliftes wird eine normale Steckdose mit Haushaltsstrom (230 Volt Wechselstrom) am oberen oder unteren Schienenende benötigt. Der Akku lädt sich selbstständig bei Stillstand in Endposition auf. So kann man stets sicher sein, dass der Treppenlift auch bei einem Stromausfall noch reibungslos über mehrere Tage einsetzbar ist.

Für einen Treppenlift werden entweder Zahnstangen- oder Traktionsantriebe eingesetzt, wobei nahezu alle in Deutschland Kurventreppenlifte mit Zahnstangenantrieben ausgestattet sind. Der Zahnstangenantrieb setzt sich aus einem Zahnrad, einer Zahnstange und einem Elektromotor zusammen. Die Funktionsweise ist ähnlich, wie bei einer Zahnradbahn: Der Elektromotor treibt das Zahnrad auf der Zahnstange an und versetzt somit den Treppenlift in Bewegung.

Beim Zweirohrsystem ist die Zahnstange an der Antriebsschiene (meist innenliegend neben der unteren Schiene) befestigt. Somit besteht keine Verletzungsgefahr und es ist ein sauberer und ruhiger Betrieb gewährleistet. Beim Einrohrsystem ist die Zahnstange an der Führungsschiene (innenliegend oder unterhalb) befestigt.
Bei einem geraden Treppenverlauf verschwindet die Zahnstange komplett im Profil.

Bleiakku eines Treppenliftes

12V 7,2Ah Blei-Akku für einen Treppenlift

Zahnstangenantrieb

Antrieb per Zahnrad auf Zahnstange

Stromversorgung über Steckdose

Stromversorgung über Haushaltssteckdose

Kiriaki Aslanidou

Telefonische Beraterin in Köln

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